Bildgebende Diagnostik

Röntgendiagnostik

Die Röntgenuntersuchung ist eines der ältesten bildgebenden Verfahren in der Tiermedizin. Durch eine neue digitale Röntgenanlage ist es uns möglich, mit geringster Strahlenbelastung für Patient und Mensch zu arbeiten. Die digitale Bilderstellung nach dem Röntgen dauert nur zwei Sekunden und ist danach auf allen Arbeitsstationen in der Klinik abrufbar und die Auswertung der digitalen Aufnahmen kann direkt in Ihrem Beisein durch den Tierarzt erfolgen. Anders als beim konventionellen Röntgen fallen keine umweltschädlichen Rückstände (Entwicklungs- und Fixierlösungen) an. Übrigens: Unsere Klinik ist eine von der Tierärztekammer Nordrhein anerkannte Weiterbildungsstelle für Röntgenologie und Ausbildungsstätte für Tierärzte, die sich in Bereichen der Radiologie weiterbilden möchten.

Zuchtrelevante Untersuchungen

Nicht nur bei erkrankten Patienten, sondern auch in der Präventivdiagnostik von Gelenkerkrankungen (HD, ED, OCD, Spondylose, Wirbelerkrankungen) spielt das Röntgen eine wichtige Rolle. Die entsprechende Diagnostik zur Zuchttauglichkeit von Hunden und Katzen wird von uns bei allen Rassen, für die diese Untersuchungen vorgeschrieben sind, durchgeführt. Für die Untersuchungen auf HD, ED und OCD ist eine Narkose des Tieres notwendig und vorgeschrieben. Für die Untersuchung auf Spondylose ist keine Betäubung nötig.

Ob die Rasse Ihres Tieres eine in der Literatur beschriebene Disposition (Veranlagung) oder eine nachgewiesene Erblichkeit besitzt, können Sie in den u.g. Datenbanken nachsehen.

Fluoroskopie C-Bogen Durchleuchtung

Die Durchleuchtung ermöglicht es dem Arzt, den Körper des Patienten im bewegten Bild darzustellen. Wir können unter Durchleuchtung Gelenke einrenken, Knochenbrüche reponieren und am Herzen operieren (Herzkatheter), ohne den Patienten von außen zu öffnen. Für die Fluoroskopie steht uns ein großer Bildverstärker zur Verfügung, mit dem nicht nur chirurgisch-orthopädische Anwendungen möglich sind, sondern auch Blutgefäße und das Herz für minimalinvasive Katheter-Eingriffe dargestellt werden können.

Ultraschall-Sonographie

Die für den Patienten besonders schonende Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist eine Schwerpunkttätigkeit an der Tierklinik Kaiserberg. Mittlerweile arbeiten wir mit sechs Geräten, das neueste ist schon in der 5. Generation. Wir verwenden neben einem High-End-Ultraschallgerät, das die Spezialtechniken für die drei- und vierdimensionale Darstellung (3-4-D), Kontrastsonographie CEUS, Tissue-Doppler sowie Strain- und Strainrate-Bestimmung beherrscht, auch Geräte für die Routinediagnostik.

Die drei Hauptanwendungen des Ultraschalls sind die Bildgebung für den Bauchraum und die Gelenke sowie in der Kardiologie. Zusätzlich setzen wir auch in der Präventivmedizin sowie in der Gynäkologie erfolgreich die Ultraschall-Sonografie ein.

Computertomographie (CT)

In der Tierklinik Kaiserberg nutzen wir eines der modernsten Geräte, die derzeit in der Tiermedizin in Deutschland zur Verfügung stehen. Durch die vierzeilige Anordnung der Detektoren können wir die Untersuchungen noch schneller als bislang durchführen und die gewünschten Körperorgane in jeder Ebene darstellen. Auch eine dreidimensionale Abbildung ist schnell erstellt.

Die Vorteile für den Patienten liegen auf der Hand: kurze Untersuchungszeiten und damit nur ultrakurze Narkose, geringe Strahlenbelastung. Die Vorzüge für den behandelnden Tierarzt: Diese modernste Computertomographie in Verbindung mit der 3D-Technologie ermöglicht es, z. B. Tumoren vor einer OP genau darzustellen, um die Möglichkeiten einer Entfernung genau beurteilen zu können. Neben der Erkennung und Beurteilung von Tumoren dient das CT auch der Diagnose von Bandscheibenvorfällen, Knochenfrakturen, Verletzungen oder dem Erkennen von Fremdkörpern.

Magnetresonanztomographie (MRT)

Die Magnetresonanztomographie (auch: Kernspintomographie) ermöglicht – wie auch die Computertomographie – dreidimensionale Schichtansichten eines Körpers, bei denen alle Gewebearten erkennbar sind. Hunde, Katzen und andere Kleintiere werden für ein MRT in Narkose gelegt. Anders als beim CT fällt beim MRT keine Strahlung durch ein ionisierendes Kontrastmittel an. Die Technologie nutzt die kleinen, in jeder Körperzelle vorhandenen magnetischen Impulse (Spins) zur Darstellung der Gewebestrukturen. Wegen der besonders differenzierten Darstellung von Gewebearten führt das MRT insbesondere in der Orthopädie, aber auch in der Neurologie sowie in der Weichteildiagnostik zu hervorragenden Ergebnissen.